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Ich kann nur über das beurteilen, was ich auch selbst besitze oder hatte es für Tests. Genauso kann ich nicht sagen welche Marke besser oder schlechter ist. Es ist immer abhängig für welche Zwecke die Objektive benötigt werden und vor allem an welcher Kamera sie im Einsatz sein werden. Da sehr oft gesprochen wird, dass nur Originale die besten sind, würde ich nicht sagen. Genauso würde ich auch keine günstigeren Dritthersteller empfehlen. Man muss es schon selbst getestet haben und mit anderen vergleichen, sprich auf Farbwiedergabe, Reaktion, Geschwindigkeit usw.

Nikon z7, Sigma 85mm f1.4 Art /f1.4

Mein erstes, relativ teures Objektiv war Sigma 85mm f1.4 Art, denn ich bis heute benutze. Das Objektiv ist richtig scharf, qualitative Gläser. Zum Vergleich habe ich mir ein Originalobjektiv von Nikon 85mm f1.8s ausgeliehen. Nach mehreren Shootings konnte ich keine Unterschiede sehen. Also warum sollte man dann Sigma, welches im Jahr 2020 fast 1299 € kostete, verkaufen und ein originales, für fast den gleichen Preis, kaufen?! In den letzten 4 Jahre habe ich all meine Bilder überwiegend mit dem Objektiv erstellt.

Nikon z7, Sigma 35mm f1.4 Art /f5.6

Paar Jahre später habe ich mir noch Sigma 35mm f1.4 zugelegt. Vor dem hatte ich Originale - 50mm f1.8s und 35mm f1.8s-, mit denen ich gar nicht so zurecht kam. Zu einem war die Blende von f1.8, wo Draußen, in der künstlerischen Umsetzungen, sie nur zum Nachteil wurde. Da komme ich mit der Sigma f1.4 viel besser zurecht. Im Studio sieht das alles schon ganz anders aus. Hier benutze ich die offene Blende nur 10% von den ganzen Umsetzungen.

Nikon z7, NIKKOR Z 50mm f1.8 S /f1.8

Damit habe ich nicht wirklich viel umgesetzt. Mal im Studio, mal Draußen, und trotzdem entschloss ich mich den zu verkaufen.

Nikon z7, Sigma 105mm f2.8 Macro /f9

Dieses Objektiv habe ich mir noch in der Zeit, wo ich meine Nikon D7200 hatte, zugelegt. Sehr viel damit Porträts fotografiert. Man kann sagen, dass ich auch viel damit gelernt habe. Heute benutze ich das Objektiv nur für Macro oder in der Produktfotografie. Natürlich, inzwischen hat Nikon viel besseres, schnelleres Macro-Objektiv, auch 105mm f2.8, rausgebracht, aber warum soll ich wechseln, wenn ich den kaum benutze. Heutzutage stehen andere Prioritäten.


Auch andere Objektive sowohl von Nikon, als auch von Sigma wurden von mir getestet. Einige fand ich nicht passend zu dem, was ich fotografiere, bei den anderen fand ich keinen Unterschied zu den Gläsern, die ich schon im Besitz habe, auch an Schnelligkeit der Fokussierung. Es liegt auch daran, dass die Nikon Z7 nicht gerade die schnellste Kamera der Welt ist. 

Für Mittelformat sieht es ganz anders aus. Bis jetzt gibt es keine Dritthersteller für Objektive auf Mittelformat. Da ist man gezwungen originale Gläser zu benutzen, um so besser. Die Objektive sind zwar deutlich teurer, weil der Sensor auch größer ist, sind aber sehr qualitativer verarbeitet. 

Wobei, muss ich sagen, dass die restlichen Kamera- / Objektivhersteller auch deutlich teurer geworden sind. Das merke ich an Nikon.

Als Beispiel nehme ich ein Objektiv von Nikon 85mm f1.2 S, welches um die 3.000 € kostet. Die Fujifilm Objektive für Mittelformat sind schon ab ca. 2.000 € zu kaufen. Von Hasselblad oder Phase One sind sie um mehrfache teurer.


Die Objektive von Schneider Kreuznach für Phase One durfte ich 3 Tage lang mit der Kamera Phase One XF IQ4 150 MP testen. Leider kann ich nicht so viel über die Objektive oder Kamera schreiben, aber es war sehr schönes Gefühl die teuerste Kamera mit sich im Studio gehabt zu haben und damit fotografieren zu dürfen.

Über die Objektive von Hasselblad können Sie in meinen anderen Blogs lesen:

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